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Nicht nur schöne Dinge werden vererbt. Für das bayernweite Modellprojekt FARKOR – Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom – entwickelt LIGALUX eine Awareness-Kampagne, die das Risiko einer erblich bedingten Darmkrebserkrankung zum Thema hat.

Wer kennt sie nicht, die Weisheiten: »Du bist ja ganz der Papa.« oder »Du hast die Augen deiner Oma.« Aber nicht nur schöne Dinge werden vererbt. Auch Darmkrebs kann vererbt werden. 

Die Herausforderung

Einfach drüber sprechen

Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt, wenn im engeren Familienkreis die Krankheit bereits aufgetreten ist. Angehörige von Erkrankten gehören zur Risiko-Gruppe und sollten sich regelmäßig vorsorglich untersuchen lassen. Allerdings wissen das viele Menschen nicht. 

Die Felix Burda Stiftung hat ein bundesweit einmaliges Projekt initiiert, dass eine verbesserte Versorgung von Menschen im Alter von 25 bis 50 Jahren mit familiärem und erblichem Darmkrebs zum Ziel hat.

Das bayernweite Modellprojekt FARKOR (Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom) wird vom Innovationsfond gefördert und steht unter der Schirmherrschaft der bayerischen Ministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml. Es wird in Zusammenarbeit mit zahlreichen Konsortialpartnern umgesetzt und soll Menschen mit familiärem Risiko identifizieren und diese dazu animieren, zur Darmkrebsvorsorge zu gehen. Weiterhin sollen Ärzte dazu gebracht werden, sich an dem Projekt zu beteiligen, ihre Patienten aktiv auf das familiäre Risiko aufmerksam zu machen und eine Familienanamnese durchzuführen.

Der Projektstart im Oktober 2018 wurde durch eine Kampagne eingeleitet, die Menschen adressiert, bei denen die Krankheit im familiären Umfeld aufgetreten ist, und fordert diese dazu auf, das Tabuthema mit ihren Verwandten zu besprechen.

FARKOR Kampagnendesign

Klare Botschaft mit positiver Ansprache

Die primären Kommunikationsmittel der Kampagne sind Flyer, Plakate und Anzeigen. Diese brechen mit der im Themengebiet üblichen Gestaltung und Tonalität. Gesunde, fröhliche Menschen, die mitten im Leben stehen, stellen ohne Krankheits- oder Gesundheitskontext die Bildmotive. Die Ansprache der Zielgruppe erfolgt mit simplen Aussagen und Komplimenten. Diese thematisieren körperliche und charakterliche Eigenschaften, die von Eltern oder Großeltern vererbt wurden und werfen die Frage nach dem erblichen Darmkrebs auf. Dadurch wird ein positiver, leichter Gesprächsaufhänger geschaffen, der zum ernsteren Thema führen kann. 

Das Design bricht mit der im Themengebiet üblichen Gestaltung und Tonalität. Gesunde, fröhliche Menschen, die mitten im Leben stehen stellen ohne Krankheits- oder Gesundheitskontext die Bildmotive. Headlines, Schriften und Kampagnenlogo weisen einen händischen Charakter auf und unterstreichen den persönlichen und Individuellen Aspekt des Themas. Sie heben sich gestalterisch deutlich von den üblichen Kommunikationsmitteln in Praxen und Wartezimmern ab. Das Projekt- & Kampagnenlogo fordert direkt dazu auf, dass Thema „Darmkrebs in der Familie“ zu besprechen. Diese Aufforderung zum Dialog wird auch visuell durch die grafische Gestaltung in Form von zwei Sprechblasen betont.

Das Projekt läuft ab Oktober 2018 für drei Jahre. 

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